Lachen und Weinen

Lachen und Weinen

Gelebte Philosophie

II. Konsum als Stahlbad

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Thema Konsum - 30 Minuten mit Nachspielzeit. UNCUT.

Leider sind wir alle Odysseus am Mast. Denn Fun ist ein Stahlbad. Wir lesen einen Genussphilosophen aus Wien gegen die Spaßbremse des 20. Jahrhunderts schlechthin.

Wobei es ganz ohne Konsum nicht geht. Wir müssen uns Teile der Welt einverleiben und wieder ausscheiden.

Aber was ist mit FUN wenn der beat dropped und man richtig schön einen drin hat!?

ENDLICH EINFACH MAL SPAß HABEN!!!

Ein Lebensgefühl konsumieren.

Auf Konsum folgt schon deshalb Leere, weil Konsum dauerhaft nicht möglich ist.

Wahrer Rausch ist Todesnähe. Wahres Glück bedeutet, sich großer Gefahr aussetzen. Fun und Eventkultur sind leerer Exzess und machen müde. Wir sind zwar dabei, aber haben wenigstens schlechte Laune.

Ein Schritt tiefer in die Dialektik der Aufklärung: In der liberalen Gesellschaft ist der Zwang nicht verschwunden, er ist nur subtiler.

Literatur:

Adorno/Horkheimer: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente, New York 1944/ Amsterdam 1947.


Pfaller, Robert: Die Illusionen der anderen. Über das Lustprinzip in der Kultur, Berlin 2002.

Danke an @leon.scheich für unser Logo.


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Über diesen Podcast

Philosophische Comedy, historische Hörspiele, literarisches Schweifen und seriöse Wahrheiten. - Sine dubio: Es ist das Zeitalter der Kommunikation. Hyper-, Super-, Massenkommunikation durch Sprechanlagen, in Netzen, gespannt über die gesamte Welt, durch Leitungen und Kupferdrähte, durch Tiefseekabel, die sich über den Meeresboden zu ihren Empfängern schlängeln, über Satelliten, die lautlos wie Staubpartikel die Erde umschweben, in den Wellen des Radios, welche Stimmen aus ferner Nähe anschwemmen, durch Signale, die noch zu spätester Stunde und danach und danach eintreffen. Es sind Viele, die zu Vielen sprechen und es wird viel gesprochen. So viel, dass sich die Frage stellt: Gibt es noch etwas zu sagen? Gibt es noch Räume zwischen zwei Augen, zwei Sprechern, die es zu erkunden gilt? Bruno Glöckner und Jakob Scheich finden diese Räume (ungefähr alle vier Wochen) und füllen sie mit dem, was noch zu sagen ist. Seit ihrer Jugend leiden sie beide an chronischer Wut des Verstehens und rationalisierenden Umleitungen ihrer Gefühle. Im unendlichen Gestöber des Sinnaustauschs befolgen sie zwei Grundregeln: 1. Wer nicht spricht, ist tot, wer den Boden des Schweigens berührt, hat verloren. 2. In dubio pro cappuccino. - Anfragen gerne an: lachenundweinen@posteo.de Unsere Website: https://lachenundweinen.podigee.io/ Auf Instagram unter @lachenundweinenpodcast

von und mit Bruno Glöckner, Jakob Scheich

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